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Geschichte

Am 7. August 1922 gründete Ernst Ribary zusammen mit ein paar musikbegeisterten jungen Männern aus Egg und Mönchaltorf die Musikgesellschaft Egg (MUGE). Da auch damals das Geld knapp und die Instrumente teuer waren, entschloss sich die MUGE im Januar 1925 der politischen Gemeinde ein Schreiben einzureichen betreffs einer jährlichen Subvention von 300 Fr., was schliesslich auch vom damaligen der Blasmusik freundlich zugeneigten Gemeinderat wohlwollend bewilligt wurde. Anzumerken bleibt, dass auch der heutige Gemeinderat diese musikfreundliche Haltung beibehalten hat und das damalige Bittschreiben der MUGE bis zum heutigen Tag weiterhin beherzigt und unseren Verein tatkräftig unterstützt.

Nun noch einige Episoden aus dem Vereinsleben der bald 90-jährigen Geschichte der MUGE: Im Februar 1927 wurde der Monatsbeitrag von 1 Franken auf 50 Rappen herabgesetzt, da damals der Verein viele junge Mitspieler hatte, die den Chlütter auch anderweitig verwenden konnten. Am 8. März 1932 beschloss der Vorstand dem Dirigenten eine Lohnaufbesserung von 100 Franken pro Jahr zu gewähren mit der Begründung, vorbeugen sei besser als heilen, denn wenn dem Dirigenten heute eine Lohnerhöhung von 100 Franken gewährt werde, könne dieser der MUGE kein Gesuch mehr um eine Mehrbesoldung von vielleicht 150–200 Franken vorlegen. Auch damals gab es schon Schlitzohren im Vorstand!

Im Oktober 1932 hatte das Mitglied B. in einer Musikprobe dem Präsidenten den Antrag gestellt, er möchte die von der Musikgesellschaft zur Verfügung gestellte Klarinette käuflich erwerben. Dieses Ansinnen musste aber abgelehnt werden, weil sämtliche Instrumente der MUGE als Bürgschaft für geliehene Gelder galten. Im Februar 1942 war es wegen der Stromeinsparungen W. nicht mehr möglich, seine Werkstatt als Probelokal zur Verfügung zu stellen. Deshalb wurde der Aktuar beauftragt, an das EKZ ein entsprechendes Gesuch einzureichen. Die ursprünglich in Harmoniebesetzung (mit Klarinetten, Saxophone und Querflöten) spielende MUGE trat von Ende 1938 bis 1961 mit Unterbrüchen zwischen 1939 bis 1942 nur noch als reine Blechmusik auf. Seit 1961 bis dato spielt die MUGE wieder in Harmonie-Besetzung. Im Februar 1950 verbot der Eggemer Pfarrer W. den noch nicht konfirmierten Knaben den Probenbesuch bei der MUGE, ohne den Präsidenten zu informieren, was diesen auch entsprechend verärgerte.

Im Juni 1964 wurden die ersten Frauen, Erika Keller, Egg, Selma Wettstein, Hinteregg und Rita Gerteis, Eichholz, in den Verein aufgenommen, was ein Novum in der Geschichte der MUGE darstellte.
Am 3. Mai 1971 hat die Gemeindeversammlung der MUGE fast einstimmig einen Kredit von Fr. 30'000.– für die Anschaffung neuer Instrumente bewilligt, was klar aufzeigt, wie beliebt und integriert die Musikgesellschaft in der Gemeinde Egg als feste kulturelle Institution ist.
1972 durfte die MUGE ihr 50-jähriges Bestehen und die Neuinstrumentierung feiern. Zusammen mit dem Turnverein, welcher seine neue Fahne einweihte, stellten die beiden Vereine eine 2000 Personen fassende Festhalle auf der Wiese hinter den Schulhäusern in Egg auf.
Anlässlich der Vorstandssitzung vom 22. März 1973 wurde beschlossen, dass während der Abendunterhaltung vom 31. März 1973 zwölf Musikanten des Vereins eine Musikeinlage unter dem Motto «Volkstümlich bis modern» spielen sollten. Damit war der Grundstein für die «Puuremusik Egg» gelegt.

An der Vorstandssitzung vom 18. März 1975 orientiert Paul Andres den Vorstand darüber, dass für die von ihm neu organisierte Glassammlung mindestens 6 Fahrzeuge (Traktor mit Anhänger, kleiner Lastwagen oder Kastenwagen) notwendig seien. Die Glassammlung war ein Erfolg. So wurden im Mai 1976 mehr als 23 Tonnen Altglas gesammelt. Am 22. November 1979 berichtet der Vorstand, dass bei der Herbstglassammlung 28’840 Tonnen Glas zusammen kamen und seit Beginn der Glassammlung total 252 Tonnen Glas gesammelt wurde, was für den Verein auch einen erfreulichen Zustupf für die Vereinskasse bedeutete. Zur Erinnerung: im Jahr 2011 musste die MUGE die Glassammlung einstellen, da immer mehr Einwohner das Glas selber in die Glassammelstellen zurückbrachten.
1986 durfte Hans Kleinpeter seine 60-jährige Mitgliedschaft bei der Musikgesellschaft Egg feiern. Er kam bei jeder Witterung von Uster zur Probe, zuerst mit dem Velo, dann mit dem Florett und zuletzt mit seinem Sohn als Privatchauffeur. Als besondere Anerkennung dieser wohl sehr seltenen Vereinstreue schenkte ihm der Präsident Hanspeter Gadola seine Posaune, die damals Eigentum der MUGE war.


Im Juni 1997 feierte die Musikgesellschaft ihren 75. Geburtstag. Für diesen Festanlass organisierte die MUGE den Kreismusiktag Zürcher Oberland, der vom 6. bis 8. Juni 1997 in Egg stattfand. Gleichzeitig durfte der Verein seine neue Uniform einweihen und diese den etwa 1000 anwesenden Musikantinnen und Musikanten präsentieren.

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